
Den Futterplan zum downloaden
Meerschweinchen
Futterplan
Ein
kleiner Leitfaden zur richtigen Ernährung von
Meerschweinchen
Meerschweinchen sind neuen Futter, Obst und Gemüsesorten
gegenüber sehr skeptisch, nach der Regel: Was der Bauer
nicht kennt frisst er nicht.
Doch ganz so ausweglos ist die Sache bei unseren
Meerschweinchen nicht unbedingt. Denn nach einiger Zeit,
siegt meist die Neugier oder bei mehreren Tieren der
Futterneid. Sollten Ihre Tiere nicht gleich über das neue
Trocken- oder Saftfutter herfallen, geben sie nicht auf.
Wir haben immer wieder beobachten können, das selbst Tiere
die das neu angebotene Futter erstmals abstießen es später
gerne gefressen haben. Wichtig ist immer eine langsame
Umstellung auf neue Futtersorten.
Es kann aber dennoch passieren das Ihr Meerschweinchen nur
ganz bestimmte Futterzusätze ebenso wie Grün- oder
Gemüsesorten mag, wie wir Menschen, haben auch unsere
Schweinchen Futtermittel die ihnen lieber sind als andere.
Hierbei sollte man nur darauf achten, das dass geliebte
Futter nicht zu Energie– und Fetthaltig ist, das
trifft zum Beispiel auf Weizen oder Sonnenblumenkerne im
Trockenfutter zu. Diese sollte man in solch einem Fall
etwas rationieren und an dessen Stelle etwas anderes
anbieten.

...
an Grünfutter gespart und die kleinen Nagen bekommen bei
der Umstellung leicht Durchfall ...
Sehr wichtig ist bei einem neu erworbenen Tier, das bisher
noch kein Grünfutter kennt, es langsam an dieses zu
gewöhnen. Leider wird immer noch in manchen Zooläden an
Grünfutter gespart und die kleinen Nagen bekommen bei der
Umstellung leicht Durchfall. Um dies zu verhindern beginnt
man mit sehr kleinen Portionen, zum Beispiel eine viertel
Möhre oder eine dünne Spalte Apfel. Mit der Zeit erhöht man
die Menge, so dass nach ca. einer Woche normal gefüttert
werden kann. Hierbei ist es wichtig das dass Tier immer
genügend Heu zu Verfügung hat, um nach der
Saftfutteraufnahme Heu aufzunehmen. Dies begünstigt die
Verdauung. Um Durchfallerkrankungen vorzubeugen, kann dem
Schweinchen Haferflocken (ist aber nicht dringend
erforderlich) zu Futter beimischen werden. Das Fressen die
Tiere meistens auch sehr gerne, sollten aber nicht
dauerhaft verfüttert werden.
Falsche Fütterung führt oft zu Vitaminmangel, dies
begünstigt Krankheitsanfälligkeit und
Lähmungserscheinungen, die tödlich ausgehen können. Doch
durch ein ausgewogenes Futter erhalten sie die Gesundheit
Ihres Tieres und beugen Mangelerscheinungen vor.
Wichtig ist das die Tiere das ganze Jahr Vitamin C
bekommen, da sie genau wie wir Menschen selbst kein Vitamin
C bilden können. Daher sind sie auf die Zufuhr von Vitamin
C durch die Nahrung angewiesen. Der Anteil an Grünfutter
und Heu sollte ruhig größer sein als die des
Trockenfutters.

...Falsche
Fütterung führt oft zu Mangelerscheinungen, dies begünstigt
Krankheitsanfälligkeit und Lähmungserscheinungen...
Kraftfutter:
Im Zoofachhandel oder auch in Supermärkten werden
Fertigfuttermischungen angeboten. Das sind meist Mischungen
aus z.B. : Mais, Hafer, Weizen, Gerste, Sonnenblumenkerne,
Kürbiskerne, Grün- Pellets, Kräuter und Haferflocken. Die
Mischungen sind von Hersteller zu Hersteller verschieden.
Wichtig beim Kauf von Kraftfutter, je weniger Körner desto
besser. Denn Körner wie Sonnenblumenkerne und Weizen weisen
ein hohen Fettgehalt auf und können Leberverfettung
verursachen. Wir empfehlen Crispy C, Cavia Complete, Cavia
Nature, dies ist ein gutes Futter. Kraftfutter wird in
einem Futterschälchen welches eine hohe Standfähigkeit
besitzt gereicht, da es in wackligen Schalen umkippt und
dann im Streu liegend von Urin der Tiere verunreinigt wird.
Raufutter:
Heu oder Stroh ist sogenanntes Raufutter. Heu spielt bei
der Ernährung unserer Meeris eine wichtige Rolle und sollte
nie ausgehen. Heu bietet unseren Tieren nicht nur die
nötigen Ballaststoffe für ihren Verdauungsapparat, sondern
begünstigen auch den natürlichen Abrieb der Backenzähne.
Heu darf in reichlicher Menge von den Tieren verzehrt
werden, da es nicht dick macht.
Heu sollte immer in Raufen angeboten werden, damit die
Tiere es nicht durch Urin oder Kot verunreinigen können.
Man sollte beim Kauf darauf achten, das dass Heu frisch
richt und nicht staubig oder sogar muffig erscheint. Denn
von verdorbenem Heu werden die Tiere krank und es besteht
auch die Gefahr von Parasiten ( Milben, Haarlinge, Pilz).
Das im Handel angebotene Stroh wird meist z.B. bei
Freilandtiere als Einstreu verwendet. Aber es wird von
einigen Tieren auch gefressen, wobei es nie das Heu auf dem
Futterplan ersetzen kann.

Was zum Nagen für die Zähne:
Die Zähne eines Meerschweinchen wachsen ein leben lang,
daher müssen diese durch benagen zum Beispiel von harten
Hölzern natürlich abgenutzt werden. Bekommen die Tiere
nicht genug Nagematerial, so sind Zahnprobleme wie
schmerzhafte Zahnspitzen, Brückenbildung oder zu lange
Nagezähne die Folge. In allen Fällen ist eine
Nahrungsaufnahme für die Tiere entweder schmerzhaft oder
durch zu lange Zahne unmöglich, hier kann nur noch ein Gang
zum Tierarzt helfen.
Geeignetes Nagematerial sind:
Äste von Birken, Weiden oder Obstbäumen - ruhig mit
Blättern reichen, Korkrinde - dient auch als Unterschlupf,
Trockenes “hartes und schimmelfreies“ Brot.
Mineralsteine:
Eine Salzlecke darf in einem Meerschweinchenkäfig nicht
fehlen. Damit decken die Tiere ihren Bedarf an
Mineralstoffen.

Wie schon erwähnt brauchen unsere Meerschweinchen Vitamin
C, aber auch andere Vitamine sind lebenswichtig für diese
Tiere. Aus diesem Grund ist eine Fütterung von Saft–
bzw. Grünfutter unumgänglich. Sehr wichtig hierbei ist,
dass die Tiere langsam an das Saftfutter wie Obst, Gemüse
oder Kräuter gewöhnt werden. Denn wie vorne in diesem
Infoheft beschrieben, können die Tiere bei einer
Futterumstellung an Durchfall erkranken. Nachfolgend zählen
wir einige Grünfuttermöglichkeiten auf, die an
Meerschweinchen verfüttert werden können:
Obstsorten ungespritzt:
Äpfel, Bananen, Kiwi; Erdbeeren, Ananas, Melonen,
Mandarinen, Apfelsinen, Trauben, in Maßen auch Birnen
“können aber Blähen daher wenig füttern“.
Gemüsesorten ungespritzt:
Frische Maiskolben, Petersilie Vit. C, Salatgurke, Möhren
mit Grün, Paprika, Fenchel – gut für die Verdauung,
Bio Rote Bete „Urin kann sich rot färben nicht an
tragende Tiere verfüttern“ Chicorée, Tomaten,
Sellerie, Kohlrabiblätter „können aber Blähen, daher
wenig füttern“.

Hängematten
im Käfig sind eine willkommende Abwechslung!
Besondere Leckerbissen:
Sie können Ihrem Meerschweinchen auch Blätter von einer
Bananenstaude füttern. Die meisten Tiere sind ganz wild
darauf. Bananenstauden bekommt man in Gartencentern oder
Blumenläden.
Aus der Natur gesammelt:
Futterrüben, Gras, Brennnesseln >im Winter auch
getrocknete, Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich,
Liebstöckel, Minze, Vogelmiere, Sonnenblumen „Blüte
und Blätter“, Zitronenmelisse, Blätter der
Walderdbeere „gut waschen wegen
Fuchsbandwurmeiern“, Maisblätter und Pflanzen.
Pflanzen nicht dort Pflücken wo Autos fahren, Hunde gassi
geführt werden oder vom Bauer gespritzt wurde.

Wassergabe:
Meerschweinchen müssen immer die Möglichkeit haben etwas zu
trinken, wenn sie viel Grün bekommen Trinken sie weniger
als bei Trockenfütterung.
Wasser sollte immer in einer Trinkflasche gegeben werden,
Wasser in Schüsseln gereicht verschmutzen sehr schnell.
Zum Wasser können, gerade im Winter Vitamin Tropfen
beigefügt werden. So ist der Vitaminbedarf der Tiere immer
gedeckt. Im Winter kann man den Tieren auch Tee´s anbieten.
Z.B. Hagebuttentee Vit.C , Brennesseltee, Huflattichtee,
Lindenblütentee. Gerade Tiere die draußen gehalten werden
nehmen das gerne an.
Tipp:
Bei Mandarinen, Apfelsinen kommt es des öfteren vor, dass
die Tiere es am Anfang ablehnen. Wenn man aber die Stücke
nochmals teilt, so das die Tiere direkt an das
Fruchtfleisch kommen, werden sie dann doch von den meisten
Tieren gefressen.
Haben sie noch weitere Fragen, können Sie diese unter
lilo1@me.com stellen, wir beantworten sie Ihnen gerne.
Zur
Zwangsernährung und päppeln findest Du hier Infos:
Zwangsernährung von
Meerschweinchen
Hilfe mein Schweinchen frisst nicht!
